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SUMMARY:Edith Stein Sommerakademie 2023: Über die Freiheit
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LOCATION:Teresianum\, Piazza di San Pancrazio 5A\, Roma\, Italy\, I-00152
DESCRIPTION:<p>Die Sommerakademie m&ouml\;chte grundlegende Fragen des christlichen Lebens wissenschaftlich er&ouml\;rtern. Dieses Jahr soll ganz der Frage nach der&nbsp\;Freiheit&nbsp\;und&nbsp\;Verantwortung&nbsp\;gewidmet sein. Die Sommerakademie richtet sich haupts&auml\;chlich an junge Menschen unter 35 Jahren\, ist jedoch auch f&uuml\;r Teilnehmer au&szlig\;erhalb dieser Altersgruppe offen. Bei begrenzter Kapazit&auml\;t haben junge Menschen Vorrang.</p>\n<p>Edith Stein widmet sich intensiv dem Studium der Person und des Menschen. Wir werden uns somit nicht nur mit den Werken Edith Steins besch&auml\;ftigen\, sondern uns vielmehr wie sie und in ihrem Geist die fundamentale Frage nach der Freiheit und Verantwortung aus biblischer\, theologischer\, philosophischer\, anthropologischer und spiritueller Perspektive stellen.</p>\n<p>Freiheit: Erste philosophische und biblisch-theologische Erkundungen</p>\n<p><em>Em. Univ.-Prof. Dr. Ingeborg Gabriel (Wien)</em></p>\n<p>Der erste Tag soll der Erkundung des Terrains von Freiheit und Befreiung gewidmet sein. Philosophisch ist Freiheit zentral f&uuml\;r das Verst&auml\;ndnis des Menschen\, seine Entwicklung wie f&uuml\;r das moderne Denken und die politische Ordnung (Freiheitsrechte). Biblisch ist die g&ouml\;ttliche Befreiung (Exodus) Grunddatum der Geschichte Israels. Die Freiheit in Christus ist Basis christlicher Spiritualit&auml\;t. Wir werden uns daher fragen: Wie h&auml\;ngen diese so diversen Vorstellungen zusammen? Welche existentielle und soziale Bedeutung haben sie heute f&uuml\;r uns?</p>\n<p>&bdquo\;Sich in pers&ouml\;nlicher Freiheit &uuml\;ber sich selbst erheben.&ldquo\;<br>Edith Stein &uuml\;ber absolute und bedingte Freiheit</p>\n<p><em>Em. Univ.-Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Institut EUPHRat\, Heiligenkreuz)</em></p>\n<p><em><br></em></p>\n<p>Der Geist des Menschen steht nat&uuml\;rlicherweise unter Ma&szlig\; und Beschr&auml\;nkung . Trotzdem kommt ihm die geheimnis&shy\;volle M&ouml\;glichkeit zu\, sich &bdquo\;in pers&ouml\;nlicher Freiheit &uuml\;ber sich selbst zu erheben und ein h&ouml\;heres Leben in sich aufzuneh&shy\;men&ldquo\;. In diese M&ouml\;glichkeit dringt der g&ouml\;ttliche Geist vor. Er sprengt den endlichen Geist nicht ins Unend&shy\;liche\, bindet sich aber auch keineswegs &bdquo\;an das Ma&szlig\; dessen\, dem er sich schenkt&ldquo\;. So wird der Mensch nicht selbst g&ouml\;ttlich\, er verschwindet nicht in unerme&szlig\;licher Gr&ouml\;&szlig\;e\, sondern bleibt er selbst\, in unerh&ouml\;rt geweiteter Form. Es l&auml\;&szlig\;t sich sogar sagen\, da&szlig\; im Menschen kraft dieser freien &Ouml\;ffnung zum G&ouml\;ttlichen die Sch&ouml\;pfung nach oben vermittelt wird. K&ouml\;rperliche\, pflanzliche und tierische Gebilde verbin&shy\;den sich im Menschen zur Einheit eines Wesens und schwingen zugleich in die Offenheit zum g&ouml\;ttlichen Leben ein.</p>\n<p>Vom Ethos zum Nomos:<br>Wann sollen unsere Sitten zu Gesetzen werden? Wann ist ziviler Ungehorsam gefragt?</p>\n<p><em>Dr. Małgorzata Vormayr-Bogaczyck (Universit&auml\;t Posen)</em></p>\n<p>Der Mensch entfaltet seine Freiheit im Rahmen seines sozialen Lebens: im Rahmen der Kultur\, der Moral\, der &ouml\;konomischen und politischen Regelungen und schlussendlich des Rechtes. Solche &bdquo\;Regulatoren&ldquo\; wurden immer wieder als oppressiv verstanden &ndash\; ist das richtig oder ist das &uuml\;bertrieben? In dem Einleitungsvortrag werden folgende Fragestellungen pr&auml\;sentiert: Wie bildet sich aus &Uuml\;berzeugungen einzelner Personen ein Ethos einer Menschengruppe oder sogar der ganzen Gesellschaft heraus? Und wann\, unter welchen Bedingungen und mit welchen Ansatzmethoden darf man aus einem praktizierten Ethos ein Gesetz (ein Nomos) formulieren\, das dann alle betrifft? Wie soll man handeln\, wenn ein Gesetz sich als unrecht erweist? Welche Verantwortung tragen wir dabei? Dies alles sind Grundfragen der Moralphilosophie\, Ethik und Rechtsphilosophie. Wir werden im Seminar versuchen\, diese anhand der Schriften von Edith Stein gemeinsam zu beantworten. Die Analyse ihrer Gedanken zur Anthropologie und Staatsphilosophie sowie ihrer einzelnen Briefe soll uns vor allem dazu dienen\, Edith Stein als Friedensdenkerin zu sehen\, die Relevanz ihrer Ans&auml\;tze f&uuml\;r die moderne Auffassung des Zivilen Ungehorsams aufzuzeigen.</p>\n<p><em>&Gamma\;&nu\;ῶ&theta\;&iota\; &sigma\;&epsilon\;&alpha\;&upsilon\;&tau\;ό&nu\;!</em>&nbsp\;Die F&auml\;higkeit zur freien Entscheidung durch Erfahrung des eigenen Inneren und die daraus erwachsende Verantwortung sich und anderen gegen&uuml\;ber.</p>\n<p><em>Prim. Dr. David Oberreiter (Psychiater und Psychotherapeut\, Linz)</em></p>\n<p><em><br></em></p>\n<p>Aufgrund organischer Determiniertheit und kultureller Zw&auml\;nge ist die Freiheit in eigenen Entscheidungen nicht gegeben\, wird sowohl aus gehirnphysiologischer als auch aus mancher anthropologischen und psychologischen Sichtweise postuliert. Sind wir also unf&auml\;hig frei zu entscheiden? Edith Stein bietet einen Ausweg aus dem Dilemma. Sie schreibt\, wirklich freie Entscheidungen sind dann m&ouml\;glich\, wenn man sein Inneres gut kennt. Inneres Erkennen und Bewusstheit sind Vorbedingungen f&uuml\;r ein zielgerichtetes Antworten auf die eigenen Bed&uuml\;rfnisse und die Erfordernisse der Welt. Verantwortung ist ein frei entschiedenes\, bewusstes Antworten auf die Welt.</p>\n<p>Theologie trifft Technologie: Freiheit und Verantwortung in der digitalen Welt</p>\n<p><em>P. Dr. Lukasz Steinert OCD</em>&nbsp\;(Rom)</p>\n<p><em>Prof. Dr. Edda Pulst</em>&nbsp\;(Westf&auml\;lische Hochschule\, Gelsenkirchen)</p>\n<p>&bdquo\;Zur Freiheit seid ihr berufen&ldquo\; (Gal 5\,13)\, schreibt der Apostel Paulus an die Gemeinden in Galatien. Im selben Zug mahnt er seine Adressaten zum rechten Gebrauch der Freiheit. Was im ersten Jahrhundert in Kleinasien hochaktuell war\, behielt seine Bedeutung &uuml\;ber Jahrhunderte hinweg: Die Freiheit nicht nur theoretisch deuten\, sondern auch konkrete Wege und Formen finden\, um unter verschiedenen Bedingungen frei\, aber verantwortungsvoll zu leben. Was passiert aber\, wenn theologische Inhalte sowie spirituelle Praktiken auf die neuesten technologischen Entwicklungen treffen? Wenn Digitale Zwillinge und Augmented Reality der Sch&ouml\;pfung aus Psalm 8 begegnen? Welche Risiken\, Herausforderungen\, aber auch Chancen f&uuml\;r Freiheit entstehen in der digitalen Lebens- und Arbeitswirklichkeit? Wie lassen sich mit Digitalisierung Berufswelt und Klima verantwortungsvoll gestalten? Aufregende Fragen\, Erlebnisse und Ergebnisse von Nahost bis Gr&ouml\;nland sowie &uuml\;berraschende Erkenntnisse im gestaltungsmutigen Diskurs mit einem Theologen und einer Technologin.</p>\n<p>Die Sommerakademie wendet sich vor allem an Studierende\,&nbsp\; junge Forscher und wissenschaftlich Interessierte bis 35\, nicht nur der Philosophie und der Theologie\, welche die Frage nach der Bedeutung der Freiheit gemeinsam und in einem Kontext des Gebetes vertiefen m&ouml\;chten.</p>\n<p>Wir wollen einerseits versuchen\, das Thema wissen&shy\;schaftlich zu ergr&uuml\;nden\, gleichzeitig aber auch einen Akzent auf die Verbindung von philosophisch-theologischer Reflexion mit Freiheit und Verantwortung setzen.</p>\n<p>Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.</p>\n<p><em><br></em></p>
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