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SUMMARY:Zur Frage des Prekären zwischen Kontingenz und Medialität
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LOCATION:Steubenstr. 6\, Weimar\, Germany\, 99423
DESCRIPTION:<p><strong><u>Programm</u></strong></p>\n<p>--- Donnerstag\, 06.07.2023 ---</p>\n<p>14:15&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; Begr&uuml\;&szlig\;ung und Einleitung</p>\n<p><em>&nbsp\;</em></p>\n<p><em>Politisierungen / Queerungen</em></p>\n<p><em></em>14:30&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Thomas Biebricher</strong> - Prekarit&auml\;t als Ressource und Fluchtpunkt des Neoliberalismus?</p>\n<p>15:30&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Jasmin Degeling</strong> - Prek&auml\;re Sicherheit</p>\n<p>16:30&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; Pause</p>\n<p>17:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Franziska D&uuml\;bgen</strong> - Prek&auml\;re Repr&auml\;sentationsweisen: Epistemische Gewalt im Rahmen der NSU-Prozesse</p>\n\n<p>--- Freitag\, 07.07.2023 ---</p>\n<p><em>Verk&ouml\;rperungen / Materialisierungen</em></p>\n<p>10:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Marc R&ouml\;lli</strong> -'Precarious Moves'. Zum Prek&auml\;ren anthropologischen Wissens</p>\n<p>11:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Matthias Schlo&szlig\;berger</strong> - Prek&auml\;re Zukunft: der Mensch und die Natur</p>\n<p>12:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; Mittagspause</p>\n<p><em><br></em></p>\n<p><em>Medialisierungen</em></p>\n<p>14:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Sebastian Lederle</strong> - Prekarisierung als medienphilosophische Kategorie</p>\n<p>15:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Sulgi Lie</strong> - Filmemachen/Nicht-Filmemachen. Prekarit&auml\;t und Prokastination in den Filmen von Hong Sangsoo</p>\n<p>16:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; Pause</p>\n<p>16-30&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Lorenz Engell </strong>- Die Aufstellung des Prek&auml\;ren. Bemerkungen &uuml\;ber das Habitat-Diorama</p>\n\n<p>--- Samstag\, 08.07.2023 ---</p>\n<p><em>&Auml\;sthetisierungen</em></p>\n<p>10:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Sophia Prinz</strong> - &Auml\;sthetische Zug&auml\;nge zur Komplexit&auml\;t</p>\n<p>11:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Christiane Voss</strong> - Entgrenzung und Verschiebung: Operationen des Prek&auml\;rmachens des Substanziellen.</p>\n<p>12:00&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; Pause</p>\n<p>12:30&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\; <strong>Judith-Frederike Popp</strong> - &Auml\;sthetisches und Nicht-&Auml\;sthetisches. &Uuml\;ber eine prek&auml\;re Grenzziehung</p>\n<p>---</p>\n<p>Unter dem Oberbegriff der Prekarisierung lassen sich verschiedene theoretische Zug&auml\;nge und mitunter hochgradig heterogene Ph&auml\;nomene fassen. Prek&auml\;r sind Anstellungsveh&auml\;ltnisse genauso wie Zukunftsaussichten\, Geschlechterzuschreibungen wie Aktienkurse\, personale Nahbeziehungen wie social media‐Profile\, mikropolitische Arrangements in Kleingrupppen wie hegemoniale Gro&szlig\;formationen einer Gesellschaft oder politischer Einrichtungen. Es scheint nichts zu geben\, von dem nicht gesagt werden k&ouml\;nnte\, es sei in der einen oder anderen Weise von Verunsicherung\, Ungewissheit und Verzweideutigung betroffen und nicht in der einen oder anderen Weise abh&auml\;ngig von konflikthaften und umk&auml\;mpften Deutungen und Auffassungen. Prekarit&auml\;t ist nicht nur eine wissenschaftliche Kategorie neben anderen\, sondern der Punkt\, an dem sich das Leben in der Sp&auml\;tmoderne in seinen vielf&auml\;ltigen Perspektiven kreuzt\, &uuml\;berlagert und sich jeder Vereindeutigung und endg&uuml\;ltigen Absicherung entzieht. Dass Prek&auml\;rsein &uuml\;berall\, zu jeder Zeit und bei allen angetroffen werden kann\, macht es sowohl zu einem ontologischen wie auch historisch‐empirischen\, methodisch wie auch gegenst&auml\;ndlich einsetzbaren Operator. Darin liegt seine Attraktivit&auml\;t als zeitgen&ouml\;ssischer Begriff: Prekarit&auml\;t ist\, ob verdeckt oder offen\, ubiquit&auml\;r.</p>\n<p>Sofern es um das soziale Zusammenleben in den heterogenen Aspekten seiner Verfasstheit geht\, l&auml\;sst sich Prekarisierung &uuml\;ber die politikwissenschaftlich‐gesellschaftstheoretische Perspektive hinaus auch medienanthropologisch in den Blick nehmen. Medien und Technik sind dann keine blo&szlig\;en Instrumente oder Hilfsmittel des Menschen\, sondern\, so lautet eine medienphilosophische These\, bringen &bdquo\;den&ldquo\; Menschen als Zuschreibungspunkt erst hervor. Menschsein hei&szlig\;t so hergestellt zu sein\, wobei Praktiken der Selbstadressierung immer schon mediale und technische Leistungen in Anspruch nehmen\, sodass hier von einer irreduziblen &bdquo\;Anthropomedialit&auml\;t&ldquo\; gesprochen werden kann. Darin ist der Teilbegriff &bdquo\;anthropos&ldquo\; in dem Term &bdquo\;Anthropomedialit&auml\;t&ldquo\; strukturell prek&auml\;r gefasst\, weil er als jeweiliges Relatum immer nur als Teil einer Relation denkbar ist.</p>\n<p>Was folgt\, wenn vom &bdquo\;Menschen&ldquo\; als Fundamentalkategorie abgesehen und stattdessen auf das technisch‐mediale Verfasstsein seiner Selbstverst&auml\;ndnisse und seiner Ausfransungen in diverse mediale Milieus abgestellt wird? Welche diskursiven Autorisierungen entscheiden dar&uuml\;ber\, wer &uuml\;berhaupt als Mensch intelligibel ist und wer nicht? Welche Rolle spielen dabei Materialit&auml\;t und Verk&ouml\;rperungsvorg&auml\;nge? Wie wird die Grenze zwischen &Auml\;sthetik und Nicht‐&Auml\;sthetik\, Natur und Kultur verhandelt\, wenn die Grenzziehung selbst wiederum prek&auml\;r ist? Wie wirken Medialisierungen und Technisierungen &uuml\;ber ihre instrumentelle Funktion hinaus an politischen Prozessen mit? L&auml\;sst sich Prekarit&auml\;t neoliberal subjektivieren und durch jeweilige Akteur*innen aneignen? Wie verhalten sich Prekarit&auml\;t\, Komplexit&auml\;t\, Kontingenz und Versicherheitlichung zueinander? Dass dieser Sachstand grunds&auml\;tzlich auf prek&auml\;re Existenzweisen verweist\, ist die leitende Intuition der Tagung. Einem derartig medienanthropologisch‐interdisziplin&auml\;ren Erkundungsgang durch die Allgegenwart des Prek&auml\;ren widmen sich die thematischen Panels &bdquo\;Politisierungen/Queerungen&ldquo\;\, &bdquo\;Verk&ouml\;rperungen/Materialisierungen&ldquo\;\, &bdquo\;Medialisierungen&ldquo\; und &bdquo\;&Auml\;sthetisierungen&ldquo\;.</p>
ORGANIZER;CN=Sebastian Lederle:
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