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SUMMARY:Politische Ästhetik zwischen Entdeckung und Konstruktion (auf der XII. Tagung für Praktische Philosophie)
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LOCATION:Passau\, Germany
DESCRIPTION:<p>Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre l&auml\;sst sich einerseits eine sich wandelnde &Auml\;sthetisierung der Politik beobachten und andererseits eine immer offensichtlicher werdende&nbsp\;&nbsp\;Politisierung der &Auml\;sthetik. Ausgehend von dieser Beobachtung soll das Panel Gelegenheit bieten\, &uuml\;ber die vielf&auml\;ltigen Wechselwirkungen &auml\;sthetischer Erfahrungen einerseits und vorherrschender politischer Strukturen\, Moralvorstellungen und Wissensordnungen andererseits nachzudenken. Dabei stellen sich zun&auml\;chst&nbsp\;&nbsp\;grunds&auml\;tzliche Fragen&nbsp\;&nbsp\;etwa nach der Legitimit&auml\;t einer politischen und moralischen Beurteilung von Kunst\; danach\, ob das &Auml\;sthetische eine blo&szlig\; vermittelnde Funktion hat oder selbst ein genuiner Teil des Politischen ist\; oder auch nach ihrem gesellschaftlichen Transformationspotential &ndash\; im Guten wie im Schlechten.&nbsp\; Fragen dieser Art sollen im Panel vor allem hinsichtlich der politisch-epistemischen Erschlie&szlig\;ungsfunktion (&lsquo\;disclosure&rsquo\;) &auml\;sthetischer Darstellungen und Wahrnehmungen diskutiert werden. Je nach metaphysischem Tenor lassen sich &auml\;sthetische Praktiken und Erfahrungen als Entdeckung dessen\, was immer schon da war oder als metaphysische Konstruktion von Wirklichkeit deuten. Als transformativ lassen sie sich aber in jedem Fall beurteilen\, da &auml\;sthetische Gegenst&auml\;nde nicht zuletzt durch ihre affektive Dimension eine wirklichkeitsgestaltende Kraft entfalten k&ouml\;nnen\, indem sie Perspektiven er&ouml\;ffnen\, Bedeutungsverschiebungen initiieren und Sprachspiele in Unordnung bringen. Wie insbesondere zahlreiche Arbeiten aus der feministischen Philosophie\, der Queer Theory\, der Critical Philosophy of Race und der postkolonialen Theorie deutlich gemacht haben\, besitzen (Un)Sichtbarkeit\, (Un)Wissen und (Un)Sagbarkeit sowohl eine moralphilosophische Relevanz als auch eine politische Dimension\, insofern sie stets durch Interessen und Machtstrukturen mitgepr&auml\;gt sind. Man denke hier beispielsweise an Debatten um &lsquo\;white ignorance&rsquo\;\, epistemische Gewalt und Ungerechtigkeit\, Cancel Culture\, (standpunkttheoretische) &Uuml\;berlegungen zu epistemischen Privilegien und daraus resultierenden Problematiken wie epistemische Ausbeutung oder &lsquo\;elite capture&rsquo\;.&nbsp\; Erkenntnisse aus diesen Debatten sollen im Panel mit Blick auf die funktionale Wesensbestimmung und Auseinandersetzung mit dem Politischen der &Auml\;sthetik diskutiert werden. Wir freuen uns &uuml\;ber Einreichungen\, die sich u.a. mit folgenden Fragenkomplexen befassen:</p>\n<ul>\n<li>&nbsp\;Wie k&ouml\;nnen neue Sichtweisen auf die Welt durch &auml\;sthetische Praktiken erschlossen werden (Ferrara\, Camp) oder erhellt werden (Lorde)? Inwiefern h&auml\;ngt dies davon ab\, welche Art von und wessen Kunst rezipiert wird\, und wie wirkt sich dies darauf aus\, wie wir unser (Zusammen)Leben gestalten?</li>\n</ul>\n<ul>\n<li>Inwiefern werden bestimmte Perspektiven und Bedeutungen durch &auml\;sthetische Praktiken verschlossen (Lakoff &amp\; Johnson)? Und inwiefern schr&auml\;nken andersherum ethisch-politische Perspektiven die &auml\;sthetische Wahrnehmung ein (&lsquo\;imaginative resistance&rsquo\;)?&nbsp\;</li>\n<li>Entfalten (nicht-diskursive) Darstellungen\, wie Fotografien\, Filme\, Romane\, per se behauptende\, affirmative Kraft? Wie tr&auml\;gt das &Auml\;sthetische zur epistemischen Verengung und zur Normalisierung von Herrschaftsverh&auml\;ltnissen durch Darstellungen bei (MacKinnon)?&nbsp\;</li>\n<li>Welche Rolle spielt das &Auml\;sthetische bei der Artikulation einer Stimme (Spivak\, Cavell)\, der Konstruktion von Perspektive (&lsquo\;female gaze&rsquo\;) oder Menschlichkeit (Butler)\, der Entwicklung von Identit&auml\;t (Fournier\, Hartmann) oder auch authentischen Begehrens (Cixous\, Emcke\, Preciado)?&nbsp\;&nbsp\;</li>\n<li>Inwiefern&nbsp\;haben Kunstproduktion und Kunstkonsum eine befreiende Wirkung (Menke /Rebentisch)? Gibt es bestimmte &auml\;sthetische Ph&auml\;nomene\, die eine Bedingung von Befreiung darstellen\, wie etwa Faszination (Menke) oder der Gebrauch der Erotik (Lorde\, Bataille)?&nbsp\;</li>\n<li>Welche Gefahren gehen einerseits mit dem populistischen Einsatz von &Auml\;sthetik einher? Welche Bedeutung haben &auml\;sthetische Praktiken andererseits als Formen des Widerstands\, etwa in antikapitalistischen und antifaschistischen K&auml\;mpfen?&nbsp\;</li>\n<li>Welche Bedeutung kommt dem &Auml\;sthetischen f&uuml\;r die Repr&auml\;sentation und Anerkennung pluraler Lebensformen und Wertesysteme zu? Welche politischen Funktionen &uuml\;bernimmt Kunst in der Zivilgesellschaft (Triki)?</li>\n</ul>\n<p>&nbsp\; Anonymisierte Abstracts (max. 500 W&ouml\;rter) f&uuml\;r einen Vortrag von 20 Minuten werden bis zum&nbsp\;<strong>7. April 2025</strong>&nbsp\;erbeten an:&nbsp\;&nbsp\;<anoreferrer" target="_blank">larissa.wallner@gmx.de u</a>nd&nbsp\;<anoreferrer" target="_blank">katharina.naumann@ovgu.de</a>. &Uuml\;ber eine Annahme des Vorschlags in das Panel werden wir zeitnah informieren. Das Panel wird dann als Ganzes bei der Tagung f&uuml\;r Praktische Philosophie eingereicht.</p>\n<p>Die Konferenzsprache ist Deutsch\, einzelne Vortr&auml\;ge k&ouml\;nnen aber auch auf Englisch gehalten werden. </p>
ORGANIZER;CN=Katharina Naumann;CN=Larissa Wallner:
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