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SUMMARY:Weder Ruine noch vorbestimmter Wohnplatz - Kant (und andere) über unser Verhältnis zur Erde
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DESCRIPTION:<p>The&nbsp\;Digital Kant-Centre NRW&nbsp\;is pleased to invite you to a lecture by Edward Kanterian (University of Kent) with the topic "<strong>Weder Ruine noch vorbestimmter Wohnplatz - Kant (und andere) &uuml\;ber unser Verh&auml\;ltnis zur Erde</strong>".</p>\n<p>The lecture will take place online (via Webex) on Wednesday\, 27 May 2026\, from 18:00 &ndash\; 19:30 CET. The lecture will be held in German.</p>\n<p>Please see below for the Webex-link and an abstract of the lecture.&nbsp\;</p>\n<p>The talk is part of the lecture series Digital Kant-Lectures\, organized by Digital Kant-Centre NRW\, which takes place on the last Wednesday of each month via Webex. For the program of the series\, please see here:&nbsp\;https://kant-zentrum-nrw.de/en/digital-kant-lectures/</p>\n<p>To stay informed about the activities of Digital Kant-Centre\, please subscribe here&nbsp\;to our newsletter:&nbsp\;https://kant-zentrum-nrw.de/en/newsletter/</p>\n<p><strong>Webex-Link:&nbsp\;</strong></p>\n<p>https://uni-siegen.webex.com/uni-siegen/j.php?MTID=mdd8ef244fdc25620de1b61091b41122e</p>\n<p><strong>Abstract:&nbsp\;</strong></p>\n<p>Von alters her wurde die Erde als der speziell auf uns Menschen zugeschnittene ideale Wohnplatz aufgefasst. Entsprechend galt die Erde tendenziell als alles spendende\, unersch&ouml\;pfliche Mutter. Bis zum 17. Jahrhundert wurden diese Annahmen von den wenigsten hinterfragt (etwa von Lukrez). Mit dem Aufkommen wissenschaftlicher Denkweisen &auml\;nderte sich das. Theorien der Erde\, oft noch mit theologischen Themen verquickt\, begannen die Runde zu machen. Eine besonders pessimistische formulierte z.B. der Brite Thomas Burnet 1681: Die nachsintflutliche Erde sei "Ruine und M&uuml\;ll"\, "ein kleiner schmutziger Planet". Die Antwort der zeitgem&auml\;&szlig\;eren Optimisten lie&szlig\; nicht auf sich warten\; Autoren wie Woodward und Derham insistierten auf die durch die Vorsehung bestellte Zweckm&auml\;&szlig\;igkeit der Erde\, deren "M&auml\;ngel" blo&szlig\; den Menschen zu Flei&szlig\; und Fortschritt antreiben sollten. Dieses physiko-theologische Argument\, das leicht in prometheische Hybris umschlagen konnte\, wurde auch in Frankreich fortgef&uuml\;hrt\, etwa von Fontenelle und dem Jesuiten Jean Fran&ccedil\;ois. Dann kam Hume - er erneuerte die d&uuml\;stere Vision von Burnet und schob\, so schien es\, jeder physiko-theologischen Auffassung unseres Planeten den Riegel vor. Bis sich schlie&szlig\;lich auch Kant dem Thema widmete\, insbesondere in der Kritik der Urteilskraft. In meinem Vortrag m&ouml\;chte ich seine Antwort genauer unter die Lupe nehmen und fragen\, ob sein Versuch\, zwischen der pessimistischen und der optimistischen Position zu vermitteln\, gelang. Vieles h&auml\;ngt davon ab\, ob wir seine Theorie der objektiven Naturzwecke\, also der Organismen und des Lebens\, als blo&szlig\; regulativ zu beschreibende Erscheinungen heute noch akzeptieren k&ouml\;nnen\, vor allem im Lichte neo-aristotelischer Versuche in der Biologie (Ernst Mayr\, Denis Noble) und der Philosophie (Anthony Kenny\, Peter Hacker)\, Zweck als konstitutive Kategorie wiedereinzuf&uuml\;hren. In diesem Zusammenhang interessiert mich auch die Frage\, ob die kantische Vision uns wirklich hilft\, die Erde nicht nur nicht als "Ruine und M&uuml\;ll" wahrzunehmen\, sondern sie in diese Verfassung gar nicht erst zu bringen.</p>
ORGANIZER;CN=Larissa Berger:
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