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SUMMARY:Kamingespräch "Wittgenstein und Wien". Podiumsdiskussion unter Leitung von Emil Brix\, Direktor der Diplomatischen Akademie Wien\, auf Einladung des Präsidenten des Nationalrates Wolfgang Sobotka.
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LOCATION:Parlament Österreich\, Dr.-Karl-Renner-Ring 3\, Austria\, 1017
DESCRIPTION:<p>Weltweit gilt der in Wien geborene Ludwig Wittgenstein als einer der einflussreichsten Denker und au&szlig\;ergew&ouml\;hnlichen Pers&ouml\;nlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Auch in &Ouml\;sterreich wird sein Name als Symbol f&uuml\;r h&ouml\;chste intellektuelle Leistungen verehrt\, aber Wittgensteins Wien scheint uns weit entfernt. Sein kulturelles Verm&auml\;chtnis zu verstehen\, f&auml\;llt schwer - Wittgenstein passt in keine der heute &uuml\;blichen Kategorien\, sondern fordert uns auf\, uns selbst st&auml\;ndig zu hinterfragen und nach Ehrlichkeit und pers&ouml\;nlicher Integrit&auml\;t zu streben. Wittgensteins Herkunft aus einer der bedeutendsten &ouml\;sterreichisch-j&uuml\;dischen gro&szlig\;b&uuml\;rgerlichen Familien erschwert es zus&auml\;tzlich\, ihn wirklich zu verstehen\, denn seit der Vertreibung und Vernichtung eines gro&szlig\;en Teils der j&uuml\;dischen Bev&ouml\;lkerung klafft eine dramatische L&uuml\;cke im &ouml\;sterreichischen Selbstverst&auml\;ndnis. In Vergessenheit geraten ist das Wesen dieses B&uuml\;rgertums: Besitz und Bildung waren die beiden S&auml\;ulen\, die es st&uuml\;tzten. Doch Reichtum allein reichte als Zeichen der Anerkennung nicht aus. Reichtum brachte die moralische Verpflichtung mit sich\, Kultur und Wissen zu f&ouml\;rdern. Es ist h&ouml\;chste Zeit\, Wittgenstein wieder nach Wien zu bringen: Er erkl&auml\;rt uns\, mit seinen Grenzen der "Sprache" wo die Grenzen der "K&uuml\;nstlichen Intelligenz" liegen und er fordert uns auf\, in allen Teilen der Gesellschaft das Potential pers&ouml\;nlicher Integrit&auml\;t zu f&ouml\;rdern.</p>
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