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SUMMARY:TAUSEND FRONTEN. Kritische Phänomenologien des Krieges
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LOCATION:Universitätsstraße 7\, 1010 Wien\, Vienna\, Austria\, 1010
DESCRIPTION:<p><strong>TAUSEND FRONTEN</strong>&nbsp\;</p>\n<p><strong>Kritische Ph&auml\;nomenologien des Krieges</strong>&nbsp\;</p>\n<p><strong><br></strong></p>\n<p><strong>1.&ndash\;2. Oktober 2026 &middot\; Universit&auml\;t Wien (NIG)</strong>&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;</p>\n<p>Der Workshop wird von Isis Daras\, Michael Messer und Michael Staudigl organisiert\, mit Unterst&uuml\;tzung der Vienna Doctoral School of Philosophy\, des Instituts f&uuml\;r Philosophie und der Fakult&auml\;t f&uuml\;r Philosophie und Bildungswissenschaft der Universit&auml\;t Wien.&nbsp\;</p>\n<p>F&uuml\;r die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.</p>\n<p><strong><br></strong></p>\n<p><strong>Forschungskreis Ph&auml\;nomenologie &times\; skug</strong>&nbsp\;</p>\n<p>TAUSEND FRONTEN ist der erste Teil eines zweiteiligen Programms\, das der Forschungskreis Ph&auml\;nomenologie gemeinsam mit dem Magazin&nbsp\;<strong>skug</strong>&nbsp\;organisiert. Am Freitagabend folgt im Central Garden am Donaukanal der zweite Teil:&nbsp\;<strong>Salon skug KRIEG &amp\; &raquo\;KULTURK&Auml\;MPFE&laquo\;</strong>.</p>\n<p>&middot\;&middot\;&middot\;</p>\n<p><strong><em>ABSTRACT</em></strong></p>\n<p>Dass der Krieg einem Cham&auml\;leon gleicht und seine Formen und Gesichter vielfach &auml\;ndert\, hat Clausewitz klar gesehen. Gleichwohl scheinen bei diesem Denker und nach ihm noch verschiedentlich Essentialisierungen dieses allzu menschlichen Artefakts am Werke\, die durch rezente Arbeiten in den &bdquo\;war studies&ldquo\;\, der interdisziplin&auml\;ren Gewaltforschung\, aber auch der Kulturanthropologie etc. dekonstruiert wurden.&nbsp\;</p>\n<p>Der Workshop setzt es sich zur Aufgabe\, die mannigfaltigen Weisen\, wie Krieg herrscht und droht\, wie er in den (insbesondere westlichen) &bdquo\;mentalen Habitus&ldquo\; (Traverso) eingegangen ist und sich institutionell verk&ouml\;rpert\, ph&auml\;nomenologisch zu analysieren. Anhand konkreter Ph&auml\;nomenanalysen relevanter Erfahrungsr&auml\;ume und ihrer Verk&ouml\;rperungen sowie Symboliken soll gezeigt werden\, auf welche Art und Weise &bdquo\;Krieg&ldquo\; bzw. &bdquo\;war-like violence&ldquo\; sich in verschiedensten Formen in menschliche Lebenswelten und&nbsp\;<em>social imaginaries</em>&nbsp\;einschreiben\, ja diese immer schon pr&auml\;gen. Wie&nbsp\;<em>formiert</em>&nbsp\;&bdquo\;Krieg&ldquo\; bzw. das\, was Mary Kaldor und Herfried M&uuml\;nkler in ihren kardinalen Arbeiten die &bdquo\;Neuen Kriege&ldquo\; genannt haben\, unsere Auffassung von Gemeinschaft\, Sozialit&auml\;t\, Interaktion\, Politik\, etc.? Inwiefern&nbsp\;<em>ordnet</em>&nbsp\;(taxis) er Diskurse\, oft durch eine geradezu normative Gewalt? Inwiefern&nbsp\;<em>verfeindet</em>&nbsp\;er\, ohne dass Feindschaft ontologisch vorauszusetzen w&auml\;re? Inwiefern&nbsp\;<em>maskiert</em>&nbsp\;er andere\, etwa kapitalistische Interessen\, die vielfach als probate Heilmittel verkauft werden\, um ihn &ndash\; ein f&uuml\;r alle Mal &ndash\; zu beenden? Inwiefern&nbsp\;<em>verf&uuml\;hrt</em>&nbsp\;er und inwiefern ist vielleicht auch noch unser Denken selbst ihm&nbsp\;<em>verfallen</em>&nbsp\;(Patočka\, L&eacute\;vinas)\, nicht zuletzt dadurch\, dass wir ihn oft als Subjekt einer Geschichte unterstellen\, deren Skript anderswo geschrieben wird? Und\,&nbsp\;<em>last but not least</em>\, inwiefern&nbsp\;<em>generieren</em>&nbsp\;seine Realit&auml\;ten &ndash\; seine Tausend Fronten &ndash\; ihrerseits die strukturelle Indifferenz\, Apathie und letztlich das &bdquo\;todbringende Einvernehmen&ldquo\; (Camus)\, das es braucht\, damit er&nbsp\;<em>herrscht</em>?</p>\n<p>Indem er solchen Fragen nachgeht\, m&ouml\;chte der Workshop einen Raum er&ouml\;ffnen\, in dem das breit gef&auml\;cherte Ph&auml\;nomen der &bdquo\;Neuen Kriege&ldquo\; ph&auml\;nomenologisch beschrieben werden kann. Insbesondere soll es darum gehen\, jene abgr&uuml\;ndige Tendenz einzuordnen\, dass &bdquo\;Krieg&ldquo\; vielfach zur &bdquo\;social condition&ldquo\; (Kaldor) wird und so alle traditionellen Konzepte und Konventionen versuchen\, zu unterwandern\, mittels deren wir seine Realit&auml\;t &uuml\;blicherweise fassen &ndash\; und d.h. auch immer irgendwie zu befrieden.</p>\n<p>Bei all dem soll insbesondere auch die Rolle der Ph&auml\;nomenologie hinterfragt werden: Wie kann die Ph&auml\;nomenologie mit kritischen Revisionen ihrer selbst sich f&uuml\;r Diskurse aus post-strukturalistischen feministischen\, post-kolonialen und Kritischen Theorieelementen &ouml\;ffnen\, die es fraglos braucht\, um die blinden Flecken zu konfrontieren\, die die Philosophie des Krieges &ndash\; von Platon &uuml\;ber Hobbes bis Hegel und Heidegger &ndash\; mit ausmachen? Nicht zuletzt soll der Workshop einen Ort f&uuml\;r den Austausch der jungen ph&auml\;nomenologischen und post-ph&auml\;nomenologischen Forschung am Institut f&uuml\;r Philosophie in Wien bieten.</p>\n<p><strong><em><br></em></strong></p>\n<p>&middot\;&middot\;&middot\;</p>\n<p><strong><em>PROGRAMM</em></strong></p>\n<p><strong><br></strong></p>\n<p><strong>DONNERSTAG &middot\; 1. OKTOBER 2026</strong></p>\n<p>Ort: H&ouml\;rsaal&nbsp\;<strong>3B</strong>&nbsp\;(NIG\, 3. Stock)</p>\n<p>10:00</p>\n<p><strong>(Nie) Wieder Krieg als Realit&auml\;t\, Diskurs und Herausforderung f&uuml\;r die soziale Emanzipation aus feministischer Sicht.</strong></p>\n<p><strong>Olga Shparaga</strong>&nbsp\;&middot\; Philosophin im Exil</p>\n<p>11:30</p>\n<p><strong>Aporien der Verfeindung. Bedeutungsfragen an ein Grenzph&auml\;nomen</strong></p>\n<p><strong>Emin Eke</strong>&nbsp\;&middot\; Universit&auml\;t Wien</p>\n<p>14:00</p>\n<p><strong>&Uuml\;berlegungen zur Frage\, inwiefern Krieg auf neue Weise &rsaquo\;droht&lsaquo\;.</strong></p>\n<p><strong>Burkhard Liebsch</strong>&nbsp\;&middot\; Ruhr-Universit&auml\;t Bochum</p>\n<p>15:30</p>\n<p><strong>The Madness of Reason: Camus on Ideological Nihilism</strong>&nbsp\;</p>\n<p><strong>Isis Daras</strong>&nbsp\;&middot\; Universit&auml\;t Wien</p>\n<p>16:30</p>\n<p><strong>Confronting the Legacy of the Biblical Stranger as the Floating Signified Other</strong></p>\n<p><strong>Debra Bergoffen</strong>&nbsp\;&middot\; George Mason University&nbsp\;</p>\n<p><em>via Zoom</em></p>\n<p><strong><br></strong></p>\n<p><strong>FREITAG &middot\; 2. OKTOBER 2026</strong></p>\n<p>Ort: H&ouml\;rsaal&nbsp\;<strong>2G</strong>&nbsp\;(NIG\, 2. Stock)</p>\n<p>10:00</p>\n<p><strong>Das politische Erhabene und der Kriegszustand. Die Ukraine seit dem Februar 2022</strong></p>\n<p><strong>Serhii Forkosh</strong>&nbsp\;&middot\; Independent Researcher</p>\n<p>11:30</p>\n<p><strong>Der Horror der Beute: Eine Ph&auml\;nomenologie des Zur-Beute-gemacht-Werdens weiblicher* K&ouml\;rper</strong></p>\n<p><strong>Claudia Ploner</strong>&nbsp\;&middot\; Universit&auml\;t Wien</p>\n<p>14:00</p>\n<p><strong>War\, Identity\, Pathos</strong></p>\n<p><strong>James Taylor</strong>&nbsp\;&middot\; European Center for the Study of War and Peace</p>\n<p>15:30</p>\n<p><strong>The War on Obesity as a War on the Self</strong></p>\n<p><strong>Michael Messer</strong>&nbsp\;&middot\; Universit&auml\;t Wien</p>\n<p>16:30</p>\n<p><strong>Beyond Land\, Sea\, and Air: The Expansion of War Domains since the Cold War</strong></p>\n<p><strong>Georgi Georgiev </strong>&middot\; Central European University / Institute for Human Sciences</p>\n<p>19:00</p>\n<p><strong>Forschungskreis Ph&auml\;nomenologie &times\; skug</strong></p>\n<p><strong>Salon skug KRIEG &amp\; &raquo\;KULTURK&Auml\;MPFE&laquo\;</strong>&nbsp\;</p>\n<p>Podiumsdiskussion u. a. mit Olga Shparaga &amp\; Burkhard Liebsch</p>\n<p>Danach: Punk-Noir-Konzert &amp\; DJ-Line</p>\n<p>Ort: Central Garden\, Untere Donaustra&szlig\;e 41\, 1020 Wien&nbsp\;</p>\n<p>&middot\;&middot\;&middot\;</p>\n<p><strong><br></strong></p>\n<p><strong>Forschungskreis Ph&auml\;nomenologie</strong>&nbsp\;</p>\n<p>Institut f&uuml\;r Philosophie &middot\; Universit&auml\;t Wien</p>\n<p>Universit&auml\;tsstra&szlig\;e 7\, 1010 Wien</p>\n<p><strong>phaenomenologie.univie.ac.at</strong></p>
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