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SUMMARY:Der Begriff der Kritik in der Romantik
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LOCATION:Mainz\, Germany
DESCRIPTION:<p>Immanuel Kant hatte sein Zeitalter als &bdquo\;Zeitalter der Kritik&ldquo\; charakterisiert\, &bdquo\;der sich alles unterwerfen muss&ldquo\;. Die Formulierung spitzt die Generalisierung des Kritikbegriffs\, der sich in Philologie\, Logik und &Auml\;sthetik der Aufkl&auml\;rung herausgebildet hatte\, noch einmal entscheidend zu. Zugleich begrenzte Kant die Kritik auf das theoretische Denken. Die Romantiker nahmen die Kritikvorstellungen Kants\, Lessings und Wolfs auf\, kritisierten sie ihrerseits und entwickelten sie weiter. Ihre universalhermeneutische Programmatik strebte eine in einem neuen Mythos begr&uuml\;ndete Reorganisation des Wissens und der Gesellschaft an\, die vor allem im Medium der Literatur unterschiedlich artikuliert wird. Insbesondere Friedrich Schlegels Weiterf&uuml\;hrung des Begriffs der philologischen Textkritik (Diaskeuase) hin zur Untrennbarkeit von kritischer Reflexion und literarischem Kunstwerk sowie seine Forderung nach einer progressiven kritischen Universalpoesie f&uuml\;hrten zu einer ans Inflation&auml\;re grenzenden Hochkonjunktur des Begriffs der Kritik in der Romantik. Die Kritik wurde zum Kennzeichen\, ja zum Stigma der Vorl&auml\;ufigkeit und Unabschlie&szlig\;barkeit jeder auf Selbstbegr&uuml\;ndung gerichteten Reflexionskette.</p>\n\n<p>Da in den Darstellungen zur Geschichte des Kritikbegriffs die Position der Romantik bislang nicht ausreichend thematisiert worden ist und neuere Forschungen zur romantischen Philologie die Bedeutung der Kritik f&uuml\;r einzelne Autoren neu akzentuiert haben\, will die Tagung Geschichte und Rezeption der romantischen Kritik und Metakritik sowie die Rolle einzelner Vertreter des romantischen Kritikbegriffs zum Thema machen.</p>\n\n<p>Kontakte:&nbsp\;&nbsp\; &nbsp\; &nbsp\; &nbsp\;</p>\n\n<p>Prof. Dr. Ulrich Breuer (ulrich.breuer@uni-mainz.de</a>) oder an</p>\n<p>Dr. Dr. Ana-Stanca Tabarasi-Hoffmann (tabarasi@uni-mainz.de</a>)</p>
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