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SUMMARY:Ikonische Grenzverläufe: Szenarien des Eigenen\, Anderen und Fremden im Bild
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LOCATION:Gottfried-Schäffer-Str. 20\, Passau\, Germany\, 94032
DESCRIPTION:<p><strong>Programm mit Podiumsdiskussion der Sektion Bild / Panel 2:</strong><br><strong> Elisabeth Birk (Chemnitz)\, Mark Halawa-Sarholz (Berlin)\, Martina Sauer (B&uuml\;hl)</strong><br> <br><strong> Im Rahmen des 15. internationalen Kongresses der Deutschen Gesellschaft f&uuml\;r Semiotik e.V. (DGS)\, "Grenzen: Kontakt - Kommunikation - Kontrast"\, 12.-15.09.2016\, Universit&auml\;t Passau</strong><br> <br> Als Medien der Sichtbarmachung machen Bilder nie einfach nur &rsaquo\;etwas&lsaquo\; ansichtig. Vielmehr gibt sich das\, was auf ihnen zu sehen ist\, immerzu im Modus eines eigent&uuml\;mlichen Wie zu erkennen. Aus diesem Grund stiften Bilder mehr als spezifisch-ikonische Sichtwelten &ndash\; was durch sie zur Erscheinung gelangt\, sind immer auch besondere Sichtweisen. Diese irreduzible Verflechtung von Inhalt und Form unterliegt stets gewissen sozialen\, historischen und kulturellen Faktoren. Zugleich ist sie aber auch ma&szlig\;geblich an der Genese und Reproduktion von Werten und Normen beteiligt. Das bedeutet: Bilder repr&auml\;sentieren nicht etwa nur vorherrschende Konzepte der Identit&auml\;t\, Alterit&auml\;t oder Alienit&auml\;t &ndash\; vielmehr besitzen sie das Potenzial\, kulturelle Wertvorstellungen\, soziale Anerkennungsverh&auml\;ltnisse\, politische Machtkonstellationen etc. zu konstituieren. Die Macht des Bildes &auml\;u&szlig\;ert sich mithin unter anderem darin\, Grenzen des Eigenen\, Anderen und Fremden ziehen\, transformieren oder gar negie ren zu k&ouml\;nnen &ndash\; sie beschr&auml\;nkt sich nicht darauf\, all diese Aspekte lediglich abzubilden. Nimmt man diesen Sachverhalt ernst\, ergibt sich daraus folgender Befund: Die Praxis der Bildgebung ist &ndash\; sp&auml\;testens dann\, wenn sie sich im Raum des &ouml\;ffentlichen Diskurses bewegt &ndash\; von betr&auml\;chtlicher ethischer Relevanz.<br> Die Grundlagenforschung zur ethischen Tragweite etwaiger Bildpraktiken spielt in der deutschsprachigen bildwissenschaftlichen Forschungsdebatte lediglich eine untergeordnete Rolle. Dieses Desiderat m&ouml\;chte das Panel auf der Basis eines interdisziplin&auml\;ren Austauschs beheben.<br> Sowohl auf grundlagentheoretischer Ebene als auch im Ausgang konkreter Bildanalysen sollen die folgenden Fragen er&ouml\;rtert werden:<br> <br> &bull\; Wie genau werden Grenzen des Eigenen\, Anderen und Fremden durch Praktiken der ikonischen Sichtbarmachung konstituiert\, transformiert\, in Frage gestellt bzw. negiert?<br> &bull\; Wie genau werden Konzepte der Identit&auml\;t\, Alterit&auml\;t und Alienit&auml\;t in und mit Bildern verhandelt?<br> &bull\; Welchen Stellenwert besitzt die Eigenlogik bildlicher Zeichensysteme f&uuml\;r die ikonische Genese\, Reproduktion bzw. Negation von kulturellen Wertvorstellungen\, sozialen Anerkennungsverh&auml\;ltnissen\, politischen Machtkonstellationen etc.? Welche &auml\;sthetischen und rhetorischen Strategien kommen dabei zum Einsatz?<br> &bull\; Welche ethischen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten ergeben sich aus der beschriebenen Konstitutionsmacht des Bildes?<br> &bull\; Welchen Beitrag kann die Semiotik f&uuml\;r die Formulierung einer Bildethik leisten?<br> <br> <br> Mittwoch\, 13.09.2017 (HS 7 WiWi)<br> <br> 11:00-11:30<br> Manifeste Rollenbilder zwischen Antike und Gegenwart<br> Bracker\, Jacobus (Hamburg)<br> <br> 11:30-12:00<br> Die K&uuml\;nstlerin und der Andere: Konzepte der Inszenierung von weiblicher Autorschaft in Biopics<br> Sch&uuml\;tze\, Irene (Mainz)<br> <br> 12:00-12:30<br> Visualisierungen des Politischen: Homophobie und queere Protestkultur in Polen ab 1980<br> Austermann\, Julia (Siegen)<br> <br> 14:00-14:30<br> Politik der Sch&ouml\;nheit. Die Konstruktion einer 'wissenschaftlichen' Bild&auml\;sthetik sch&ouml\;ner K&ouml\;rper um 1900 am Beispiel des Gyn&auml\;kologen Carl Heinrich Stratz<br> Sturm\, Birke (Wien)<br> <br> 14:30-15:00<br> Tizians Laura Dianti: Die westliche Inszenierung einer orientalischen Herrscherin<br> Engel\, Sabine (Berlin)<br> <br> Donnerstag\, 14.09.2017 (HS 7 WiWi)<br> <br> 09:00-09:30<br> Der Orientteppich als Verhandlungsort von Identit&auml\;t und Alterit&auml\;t im ausgehenden 19. Jahrhundert<br> Sch&uuml\;tz\, Anna Christina (L&uuml\;neburg/Stuttgart)<br> <br> 09:30-10:00<br> wei&szlig\; zwischen schwarz zwischen wei&szlig\; &ndash\; Geschichten von Identit&auml\;t im Bild<br> Licht\, Leonie (Mainz)<br> <br> 10:00-10:30<br> Zwischen Wunder und Groteske. Bildliche Konstruktionen von Behinderung in Kunstkammerpreziosen Augusts des Starken (1670-1733)<br> Suchy\, Verena (G&ouml\;ttingen/Gie&szlig\;en)<br> <br> 11:00-11:30<br> Bildstrategien sozialer Differenzerzeugung Alterit&auml\;t und Fremdheit in der Malerei Hans Memlings<br> Avkiran\, Melis (Bochum)<br> <br> 11:30-12:00<br> On the Edge. Grenzdarstellungen zwischen West und Ost in der visuellen Kultur Venedigs um 1500<br> K&ouml\;lmel\, Nicolai (Basel)<br> <br> Freitag\, 15.09.2017 (HS 7 WiWi)<br> <br> 09:00-09:30<br> Compensation Portraits. Das surrealistische Ich im Exil<br> Schieder\, Martin (Leipzig)<br> <br> 09:30-10:00<br> Pathosformeln versus Musterbildung. Szenarien von Pathologie und Symbolbildung bei Aby Warburg und Ernst Cassirer<br> Andersch\, Norbert (London/Italien)<br> <br> 10:00-10:30<br> Sartorial Semiotics of the "Self"\, of the "Other Self" and of the "Other" in the Nineteenth Century Partitioned Poland<br> Novikov\, Anna (Jerusalem/K&ouml\;ln)<br> <br> 11:00-11:30<br> Zur Identit&auml\;t und Alterit&auml\;t eines Volkes bzw. &uuml\;ber den Einfluss des F&uuml\;hrer-Bildes auf den Zustand eines Volkes (Iran/1979)<br> Farnood Far\, Farideh (Basel/Iran)<br> <br> 11:30-12:00<br> Ikonische Stadtstrategien. Das Fassadenplakat als Grenze und machtpolitische Repr&auml\;sentation<br> H&auml\;ger\, Benjamin &amp\; J&uuml\;rgens\, Claudia (Berlin)<br> <br> 12:00-12:30<br> Das "andere Geschlecht" im Altarraum - exklusive Textilien als inklusive Medien Studien zu Paramenten des 13. bis 15. Jahrhunderts Eggert\, Barbara Margarethe (Krems)<br> <br> 14:00-14:30<br> Imagination und Behauptung. &Uuml\;ber M&ouml\;glichkeitssinn und Bildbehauptung in Feind- und Geschichtsbildern<br> Freyberg\, Sascha (Berlin)<br> <br> 14:30-15:00<br> Von der F&auml\;higkeit\, einen Stuhl zu ignorieren. A. N. Whiteheads Konzept der Wahrnehmung als symbolisierender T&auml\;tigkeit und die Art\, wie wir Bilder als Bilder sehen<br> Nordsieck\, Viola (Berlin)<br> <br> <br> <strong>Podiumsdiskussion: Die ethische Relevanz von Bildern und ihre nicht-sprachlichen (nicht-diskursiven) Qualit&auml\;ten</strong><br> <br><strong> Mittwoch\, 13.09.2017\, 16:00-17:30 Uhr (HS 7 | WiWi) mit Eva Sch&uuml\;rmann (Philosophie/Magdeburg) und Linda Hentschel (Kunstgeschichte/Mainz) Moderation: Martina Sauer (Sektion Bild)</strong><br> <br> Wenn tats&auml\;chlich durch Praktiken der ikonischen Sichtbarmachung Grenzen des Eigenen\, Anderen und Fremden ver&auml\;ndert werden k&ouml\;nnen\, so er&ouml\;ffnen sich grundlegend zwei Fragen: Wie lassen sie sich n&auml\;her beschreiben bzw. greifen und inwiefern erweisen sie sich als ethisch relevant?<br> <br> Aus unterschiedlicher Perspektive\, sollen diese Fragen im Plenum u.a. von Linda Hentschel und Eva Sch&uuml\;rmann diskutiert werden. In der Begegnung mit dem Bild ist es die Interaktion bzw. die &bdquo\;Verletzbarkeit&ldquo\; der Rezipierenden\, die in den Ans&auml\;tzen stark gemacht wird und insofern einen konkreten Hinweis auf Ver&auml\;nderungsprozesse gibt: Sie veranlasst zu &bdquo\;Ungehorsam&ldquo\; (Hentschel)\, sie vermag die Grenzen &bdquo\;umzust&uuml\;rzen&ldquo\; (Sch&uuml\;rmann).<br> <br> In der Diskussionsrunde gilt es\, die jeweiligen Grundlagen f&uuml\;r diese Befunde aufzudecken\, zu diskutieren und f&uuml\;r die Ausgangsfrage des Kongresses fruchtbar zu machen.<br> <br> <strong>Links</strong><br> (Programm) http://www.semiotik.eu/kongressprogramm (Podiumsdiskussionen) http://www.semiotik.eu/podiumsdiskussionen (Rahmenprogramm) http://www.semiotik.eu/rahmenprogramm (Organisatorisches) http://www.semiotik.eu/organisatorisches</p>
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