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DTSTAMP:20260526T101040Z
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SUMMARY:Dekolonisierung des Wissens
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LOCATION:Vienna\, Austria
DESCRIPTION:<p>Call for Papers &amp\; Call f&uuml\;r epistemische Interventionen</p>\n<p><em>Die Konferenz </em><em><strong>De-/Kolonisierung des Wissens</strong></em><em> ist eine Kooperation</em><em>zwischen der Universit&auml\;t Wien\, der Akademie der bildenden K&uuml\;nste Wien\, der Kunst-Universit&auml\;t Linz sowie dem IWK\, dem IFK und der WiGiP</em><em>. Mit der geplanten Konferenz wollen wir ein Forum schaffen\, um verschiedene dekoloniale Initiativen innerhalb und au&szlig\;erhalb von Hochschulen miteinander ins Gespr&auml\;ch zu bringen. Im Rahmen der Konferenz sollen epistemische Mechanismen der (Neo-)Kolonialisierung sowie M&ouml\;glichkeiten eines dekolonialisierten Wissens in verschiedensten wissenschaftlichen\, k&uuml\;nstlerischen und aktivistischen Beitr&auml\;gen diskutiert und reflektiert werden. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung besteht die Absicht darin\, sich besser zu vernetzten\, gemeinsam an dekolonialen Wissenspraktiken zu arbeiten und f&uuml\;r mehr Diversit&auml\;t im Personal und in den Curricula verschiedener Bildungsinstitutionen zu sorgen. </em></p>\n<p>Noch immer ist die Ansicht weit verbreitet\, wonach der Kolonialismus &ndash\; als eine systematische Besetzung\, Unterdr&uuml\;ckung und Ausbeutung von territorialen Gebieten\, Ressourcen und K&ouml\;rpern der &rsaquo\;Anderen&lsaquo\; &ndash\; ein Ereignis der Vergangenheit ist. Dem steht die Auffassung gegen&uuml\;ber\, dass der Kolonialismus auf unterschiedliche Weise eine sich perfide fortschreibende und daher fortgesetzt gegenw&auml\;rtige Gegebenheit darstellt. St&auml\;rker noch: Wir sind heute mit neuen\, subtileren Formen kolonialer Gewalt konfrontiert. Vor diesem Hintergrund kann sich die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus nicht auf eine historische Aufarbeitung beschr&auml\;nken\, welche gleichwohl unabdingbar ist. Vielmehr m&uuml\;ssen die Denk- und Handlungsmechanismen der Gegenwart analysiert und Wege der Intervention gefunden werden. Es gilt\, in unterschiedlichen Bereichen unserer Wissens- und Lebenswelten sowohl (Gegen-)Strategien von Analyse und Kritik als auch M&ouml\;glichkeiten solidarischer Vernetzung zu finden\, um theoretisch wie auch praktisch\, global und auch lokal neo-/koloniale Herrschaftsverh&auml\;ltnisse aufzuzeigen\, zu dekonstruieren und Dynamiken ihrer Transformation einzuleiten.</p>\n<p>In diesem Sinne wollen wir im Rahmen unserer Konferenz auf mannigfaltigen Wegen thematisieren\, durch welche Wissens-Mechanismen Kolonisierungen zu Stande kamen\, kommen und sich weiterhin aufrechterhalten. Analysiert werden sollen u.a. die Verfahrensweisen einer kolonialen Logik\, die sich bis heute als eine unanfechtbar-souver&auml\;ne Vernunftkultur pr&auml\;sentiert und ihre epistemische Machtstellung gerade dadurch zu sichern sucht\, dass sie ein abgewertetes &rsaquo\;Anderes&lsaquo\; dem Eigenen gegen&uuml\;berstellt. Auf diese Weise werden &rsaquo\;andere&lsaquo\; Wissenskulturen und Wissenspraktiken entweder als Irrationalit&auml\;ten stigmatisiert\, gewaltsam unterdr&uuml\;ckt und als nicht legitime oder als g&auml\;nzlich &rsaquo\;fremde&lsaquo\; ausgeschlossen\; oder sie werden zum begehrten Kitsch\, zur Exotik und Esoterik entstellt. In anderen F&auml\;llen wird das Wissen der &rsaquo\;Anderen&lsaquo\; zwar angeeignet\, jedoch um den Preis\, dass seine Herkunft entnannt\, verheimlicht und selbst noch die zu ihm f&uuml\;hrende Spur verschleiert wird. Derartige Mechanismen zielen deswegen nicht nur auf die Verfestigung der eigenen kolonialen Vormachtstellung ab\, sondern bezwecken gleicherma&szlig\;en die aktive Verhinderung einer befreienden Transformation\, die durch aktive Teilnahme und gleichberechtigte Teilhabe entstehen k&ouml\;nnten. Gerade deswegen m&ouml\;chten wir fragen\, welche &rsaquo\;anderen&lsaquo\; Kenntnisse jene missbr&auml\;uchliche\, alles verzehrende Gewalt des Kolonialismus &uuml\;berleben konnten\; wie sie sich &ndash\; lokal und global &ndash\; gegen kolonial motivierte Wissensregime durchsetzen konnten und darin M&ouml\;glichkeiten emanzipatorischer Umgestaltung aufzeigen.</p>\n<p>Der Titel &raquo\;De-/Kolonisierung des Wissens&laquo\; bezieht sich dementsprechend nicht nur auf die Frage\, wie sich koloniales\, sondern auch antikoloniales\, emanzipatorisches Wissen generiert und wie derartige Wissensprozesse unweigerlich auf das Erleben der Realit&auml\;t einwirken oder diese gar konstituieren. Solche Prozesse k&ouml\;nnen sich in unterschiedlichen epistemischen Praktiken vollziehen. Neben institutionalisierten Formen des Wissens wie insbesondere der akademischen Wissensproduktion meinen wir damit etwa auch Wissensformen\, die in allt&auml\;glichen Situationen\, im Habitus der K&ouml\;rper\, in diversen K&uuml\;nsten\, in sozialen und spirituellen Ritualen\, unter Verwendung von Gegenst&auml\;nden\, technischen Instrumenten und digitalen Medien oder auch im politischen Aktivismus stattfinden. Wir denken auch an subtile Wissenspraktiken\, die auf ersten Blick schwer zu fassen sind\, sich der Sprache und anderen Formen der Artikulation entziehen\, weil sie sich nicht-propositional\, sondern (teilweise) ungewusst oder unbewusst ereignen.</p>\n<p>All diese Wissensformen\, die man erweitern bzw. weiter differenzieren oder auch miteinander vermengen kann\, stehen jedoch nicht isoliert da\, sondern in vielerlei Bez&uuml\;gen. Sie beziehen sich auf diverse Problematiken und Konflikte ebenso wie auf Bed&uuml\;rfnisse\, Begierden und Hoffnungen.</p>\n<p>So sehen wir unseren Call zu einer &raquo\;De-/Kolonisierung des Wissens&laquo\; als den weit gefassten Aufruf\, unterschiedliche Beitr&auml\;ge dekolonialer Forschung und Praktiken &ndash\; diesseits von disziplinierenden Wissensbereichen und -hierarchien &ndash\; zusammen und in einen fruchtbaren Austausch zu bringen. Neben dem klassischen Format des Vortrags begr&uuml\;&szlig\;en und unterst&uuml\;tzen wir in diesem Sinne auch andere Formate der Pr&auml\;sentation: von Performance-Lectures bis hin zu Filmen\, Gedichten\, Bildern oder Installationen. Auch Workshops\, partizipative Aktivit&auml\;ten und nicht-frontale Pr&auml\;sentationen sind sehr willkommen.</p>\n<p>Bitte schickt Eure Vorschl&auml\;ge f&uuml\;r Vortr&auml\;ge als Abstract &ndash\; oder bei technologischen Vorschl&auml\;gen und k&uuml\;nstlerischen Beitr&auml\;gen in Form einer Beschreibung des pr&auml\;sentierten Projekts &ndash\; bis 30. April 2021 an:dekolonial2021@univie.ac.at(Genauere Angaben dazu finden sich am Ende des CfP.) Die Entscheidungen bez&uuml\;glich der Annahme des Beitrags werden bis Mitte Juni 2021 kommuniziert.</p>\n<p>Eine Publikation der Beitr&auml\;ge ist vorgesehen. F&uuml\;r Teilnehmende ohne institutionelle Anbindung und/oder mit finanziellen Schwierigkeiten werden (sofern das Budget es zul&auml\;sst) Teile der Fahrt- und &Uuml\;bernachtungskosten &uuml\;bernommen. Sowohl f&uuml\;r Partizipierende als auch f&uuml\;r das Publikum ist die Teilnahme an der Konferenz kostenlos.</p>\n<p><strong>+ + + Einreichungshinweise + + + </strong></p>\n<p><em>F&uuml\;r Vortr&auml\;ge und </em><em>Performance-Lectures:</em></p>\n<p>&bull\;Angabe des gew&auml\;hlten Formats &bull\; Titel &bull\; Abstract (3000 W&ouml\;rter) &bull\; Kurze Bio und Kontaktdaten</p>\n<p>&bull\;Technische Anforderungen</p>\n<p><em>F&uuml\;r Workshops\, partizipative Aktivit&auml\;ten\, Performances und nicht-frontale Pr&auml\;sentationen:</em></p>\n<p>&bull\;Angabe des gew&auml\;hlten Formats &bull\; Titel &bull\; Abstract (2000 W&ouml\;rter) &bull\; Vermittlungskonzept (Ablauf der Aktivit&auml\;ten\, Anzahl der Teilnehmer*innen) (1000 W&ouml\;rter) &bull\; Kurze Bio und Kontaktdaten &bull\; Technische und materielle Anforderungen</p>\n<p><em>F&uuml\;r technische/praxisbezogene Einreichungen und k&uuml\;nstlerische Beitr&auml\;ge:</em></p>\n<p>&bull\;Art des Beitrags &bull\; Titel &bull\; Beschreibung des geplanten Vorhabens &bull\; 2 Bilder &bull\; Kurze Bio und Kontaktdaten &bull\; Technische und materielle Anforderungen\, Skizze</p>\n<p>ACHTUNG: Produktionskosten k&ouml\;nnen nicht &uuml\;bernommen werden</p>\n<p><strong>+ + +</strong> Einreichungen bitte bis <strong>30. April 2021</strong> an:<strong>dekolonial2021@univie.ac.at</strong></p>\n<p>Die Entscheidungen bez&uuml\;glich der Annahme des Beitrags werden Mitte Juni 2021 kommuniziert.</p>\n<p>Eine Verschiebung der Konferenz auf Grund von m&ouml\;glichen Corona-Ma&szlig\;nahmen kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.</p>\n<p><strong>Organisationsteam</strong>: Murat Ates\, Amalia Barboza\, Christoph Hubatschke\, Sushila Mesquita\, Mariel Rodr&iacute\;guez\, Ruth Sonderegger</p>
ORGANIZER:
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