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SUMMARY:Edith Stein Sommerakademie 2026: Postfaktisch? Über die Zukunft der Wahrheit
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LOCATION:Teresianum\, Piazza di San Pancrazio 5A\, Roma\, Italy\, I-00152
DESCRIPTION:<p>Die Sommerakademie wird folgende Themen behandeln:</p>\n<ul>\n<li>Wahrheit in Philosophie und Theologie</li>\n<li>Werterkenntnis und Wahrheit bei Max Scheler und Edith Stein</li>\n<li>Wahrheit in Kunst\, &Auml\;sthetik und Sch&ouml\;nheit</li>\n<li>Wahrheit in Technik\, Wirtschaft und Gesellschaft</li>\n<li>Wahrheit in Psychologie\, Psyche und Psychotherapie</li>\n</ul>\n<p>Edith Stein widmet sich intensiv dem Studium von Wahrheit. Wir werden uns somit nicht nur mit den Werken Edith Steins besch&auml\;ftigen\, sondern uns vielmehr wie sie und in ihrem Geist die fundamentale Frage nach Wahrheit aus biblischer\, theologischer\, philosophischer\, anthropologischer und spiritueller Perspektive stellen.</p>\n<p>Die Sommerakademie m&ouml\;chte grundlegende Fragen des christlichen Lebens wissenschaftlich er&ouml\;rtern. Dieses Jahr soll ganz der Frage nach Wahrheit gewidmet sein. Die Sommerakademie richtet sich haupts&auml\;chlich an junge Menschen unter 35 Jahren\, ist jedoch auch f&uuml\;r Teilnehmer au&szlig\;erhalb dieser Altersgruppe offen. Bei begrenzter Kapazit&auml\;t haben junge Menschen Vorrang.</p>\n<p><strong>Wahrheit. F&uuml\;r immer verloren?</strong></p>\n<p><strong></strong><em>Prof. Dr. Tonke Dennebaum\, Johannes Gutenberg-Universit&auml\;t Mainz</em></p>\n<p><em></em><br>Kann man heute noch von &bdquo\;Wahrheit&ldquo\; sprechen? Zeigen nicht Philosophie und Naturwissen-schaft\, dass wir davon lieber die H&auml\;nde lassen sollten? Und doch ist die Sehnsucht nach Wahrheit heute gro&szlig\; &ndash\; aber auch verf&uuml\;hrerisch und vielleicht sogar gef&auml\;hrlich. Wie also kann ein Bekenntnis zur Wahrheit aussehen\, das klar und eindeutig ist\, und zugleich den Heraus-forderungen der pluralen Welt gerecht wird?</p>\n<p><strong>Zur Beziehung von Werterkenntnis und personaler Verwirklichung bei Scheler und Stein</strong></p>\n<p><strong></strong><em>Dr. Monika Adamczyk-Enriquez\, Edith-Stein-Archiv zu K&ouml\;ln\, Ignatianum Universit&auml\;t in Krakau</em></p>\n<p><br>Max Scheler\, einer der bedeutendsten Vertreter der philosophischen Axiologie im 20. Jahrhundert\, entwickelte eine grundlegende Beschreibung von Werten und ihrer Hierarchie und betonte dabei ihren idealen Charakter. Zugleich zeigte er die erkenntniserschlie&szlig\;ende Rolle des F&uuml\;hlens und der personalen Akte f&uuml\;r die Erfassung von Werten auf.<br>Edith Stein greift Schelers Ansatz auf\, verschiebt jedoch den Akzent. W&auml\;hrend bei Scheler die Beziehung zwischen Person und Werten prim&auml\;r in einer erkenntnistheoretischen Perspektive erscheint\, richtet Stein den Blick st&auml\;rker auf die Person selbst als Ort der Aneignung und Verwirklichung von Werten. Ihr Interesse gilt der inneren Struktur der Person\, der Verantwortlichkeit sowie den Bedingungen personaler Reifung und Entwicklung. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ans&auml\;tze und werden eingeladen\, dar&uuml\;ber nachzudenken\, wie Werte im eigenen Leben erkannt\, angeeignet und verwirklicht werden k&ouml\;nnen.</p>\n<p><br><strong>Sch&ouml\;nheit und Wahrheit - umstrittene Werte in Philosophie und Kunst</strong></p>\n<p><em>Dr. Pia Lilienstein\, Universit&auml\;t Erlangen-N&uuml\;rnberg</em></p>\n<p><br>Rom gilt als Geburtsst&auml\;tte des Barock\, jener Kunstepoche\, die Sch&ouml\;nheit dynamischer\, intensiver\, sinnlicher und dramatischer als je zuvor inszenierte und die die christliche Weltanschauung und Offenbarung in eindrucksvolle Kunstwerke &uuml\;bersetzte. Die K&uuml\;nstlerinnen und K&uuml\;nstler um 1900 brachen vehementer noch als diejenigen des 19. Jahrhunderts mit dieser Kunst- und Bildauffassung. Friedrich Nietzsche z.B. rebellierte gegen die platonische Trias des Guten\, Wahren und Sch&ouml\;nen und schrieb &bdquo\;Die Wahrheit ist h&auml\;sslich: Wir haben die Kunst\, damit wir nicht an der Wahrheit zu Grunde gehen&ldquo\;. Edith Stein\, als Zeitgenossin der Klassischen Moderne hingegen schrieb an Roman Ingarden\, dass sie es im Leben mit der Kultur und in der Kunst mit der Sch&ouml\;nheit hielte und in beidem die Harmonie suche\, also im Grunde das Ordnende\, Erhabene und Transzendente.&nbsp\;<br>Der moderne Zweifel am Wert der Sch&ouml\;nheit und an der Wahrheit von Bildern wird mit den digitalen Sehgewohnheiten und dem Bildmedium der KI-generierten Bilderwelten zu einer Selbstverst&auml\;ndlichkeit. Gleichzeitig sch&auml\;rft sich in der Kunst das Bewusstsein f&uuml\;r den Wert leiblicher Wahrnehmungen und &auml\;sthetischer Erfahrungen als Erkenntniszug&auml\;nge. Der R&uuml\;ckblick in vergangene Kunstepochen und ein Vergleich von Edith Stein mit K&uuml\;nstlerinnen ihrer Generation k&ouml\;nnte interessante Impuls f&uuml\;r das aktuelle Nachdenken &uuml\;ber diese Fragen geben.<br>Neben dem philosophisch-kunsthistorischen Teil soll es auch die Gelegenheit geben\, gemeinsam die durch Architektur und k&uuml\;nstlerischen Inszenierung verdichtete\, &auml\;sthetisch-spirituelle Atmosph&auml\;re eines barocken Kirchenbau zu erkunden.</p>\n<p><br><br><strong>Wahrheit in der Technik\, Wirtschaft und Produktinnovation</strong></p>\n<p><em>Prof. Dr. Sarah Spiekermann-Hoff\, Department f&uuml\;r Wirtschaftsinformatik und Operations Management der Wirtschaftsuniversit&auml\;t Wien</em></p>\n<p><br>Welchen Beitrag kann die materiale Wertethik (Scheler\, Hartmann) und Wahrnehmungspsychologie (Fuchs) zum Thema "Wahrheit in der Technik\, Wirtschaft und Produktinnovation&ldquo\; leisten? An diesem Tag geht es zun&auml\;chst um die Art\, wie Schelers materiale Wertethik in ein &bdquo\;Value-based Engineering&ldquo\; f&uuml\;r IT und KI Produkte &uuml\;bersetzt worden ist. Hier wird die philosophische Wertontologie f&uuml\;r IT Design vorgestellt\, wie sie heute im ISO-Standard 24748-7000 verankert ist und weltweit genutzt wird. Ein kleiner IT Design Workshop rahmt diesen Teil ein. Ferner wird das Theme Werte in der &Ouml\;konomie besprochen und wie ein Wertverst&auml\;ndnis im Sinne Schelers fundamental abweicht zu dem\, was wir heute in der &Ouml\;konomie als Wert begreifen.</p>\n<p><br><strong>Der Einfluss der Psyche auf die Umsetzung von Werthaltungen</strong></p>\n<p><em>Prim. Dr. David Oberreiter MBA\, Institut f&uuml\;r Psychotherapie des Kepler Universit&auml\;tsklinikums Linz</em></p>\n<p>Innerpsychische Vorg&auml\;nge beeinflussen einerseits das Erkennen von Werten als auch die F&auml\;higkeit\, jene Werte zu verwirklichen. Es gibt psychische Zust&auml\;nde\, die es erschweren oder gar unm&ouml\;glich machen\, Wahrheiten zu erkennen und sich gem&auml\;&szlig\; diesen zu verhalten. Andere psychische Aspekte hingegen sind f&ouml\;rderlich f&uuml\;r die Verwirklichung von Werten. Beg&uuml\;nstigende psychischen Faktoren sollten im Fokus der eigenen Entwicklung stehen.</p>\n<p>Weitere Informationen\, einschlie&szlig\;lich Teilnahmegeb&uuml\;hren und Unterkunftsm&ouml\;glichkeiten\, finden Sie unter:</p>
ORGANIZER;CN=Joshua Roe:
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